Was wir glauben

Vorwort: Unsere Glaubensgrundlage ist die Bibel und nichts als die Bibel. In diesem "Glaubensbekenntnis" haben wir festgehalten, wie wir sie als die Heilige Schrift in ihren Hauptaussagen verstehen. Dieses Papier erhebt keinesfalls den Anspruch, gleich wie die Bibel "inspiriert" zu sein. Aber wir wollen darin offen darlegen, was wir glauben, und welchen Weg wir gehen.

 

1. DIE BIBEL ist die direkte Sprache Gottes zu uns Menschen. Sie ist absolut wahrhaftig,  zuverlässig und Maßstab in allen Fragen des Glaubens, der Lehre und unseres Lebens. Die Bibel als Offenbarung genügt, um Menschen den Weg zur Errettung zu zeigen, ihren Glauben zu stärken und Gottes Willen zu erkennen (2.Tim. 3,16; 2.Petr. 1,21).

 

2. DER EINE WAHRE GOTT existiert ewiglich ohne Ursprung und ohne Ende als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Er ist der allmächtige, allwissende und souveräne Schöpfer, Erhalter und Richter dieser Welt. (1.Mo. 1,1; Offb. 20,11-15). Gott ist sowohl heilig und gerecht (1.Petr. 1,15-17), als auch gnädig und barmherzig (1.Joh. 4,8.16).

 

3. DER HERR JESUS CHRISTUS ist ewiger Gott (1.Joh. 5,20) und wahrer Mensch (1.Tim. 2,5-6). Wir glauben an seine jungfräuliche Empfängnis (Mt. 1,18-23), an sein sündloses Leben (Hebr. 4,15), an seinen stellvertretenden Opfertod (2.Kor. 5,21), an seine leibliche Auferstehung (Luk. 24,26-43), an seine leibliche Himmelfahrt (Apg. 1,9) und an seine leibliche Wiederkunft (Apg. 1,11). Er ist der einzige Retter und der Herr (Apg. 4,12).

 

4. DER HEILIGE GEIST überführt die Welt von Sünde (Joh. 16,8-11) und bewirkt wahre Umkehr und Glauben. Er schenkt die Wiedergeburt, das neue Leben aus Gott (Joh. 3,5) und die Gliedschaft am Leib Jesu Christi (1.Kor. 12,13). Er bewohnt den Gläubigen (Röm. 8,9) und versiegelt ihn (Eph. 1,13-14).
Der Heilige Geist möchte jedes Kind Gottes erfüllen (Eph. 5,18) und in das Bild Jesu Christi umgestalten (2.Kor. 3,17-18). Er bewirkt die Frucht des Geistes (Gal. 5,22).
Der Heilige Geist schenkt den Gläubigen Gnadengaben (Röm. 12,3-8). Wir glauben jedoch, dass keine bestimmte Gabe als Beweis der Wiedergeburt angesehen werden darf (1.Kor. 12,28-30).
Der Heilige Geist und das von ihm inspirierte Wort gehören untrennbar zusammen, und wirken auch heute noch gleichermaßen in jedem Gläubigen.

 

5. DER MENSCH ist von Gott geliebt (Joh. 3,16). Er ist eine direkte Schöpfung Gottes (1.Mo. 1,26-27). Die verschiedenen Evolutionslehren lehnen wir ab. Der Mensch wurde als Ebenbild Gottes geschaffen mit der Bestimmung, allein zur Ehre des Höchsten zu leben (Eph. 1, 5-6).
Nach seiner Erschaffung fiel der Mensch in Sünde (1.Mo. 3,1-24) und starb geistlich (1.Mo. 2,17). Darum ist er jetzt von Natur aus ein verlorener Sünder und ein Feind Gottes, der unter dessen gerechtem Zorn steht (Röm. 3,23; 5,10).
Aus diesem Zustand kann sich der Mensch weder auf dem Weg der Religionen, durch Frömmigkeit oder Gemeindezugehörigkeit noch durch Philosophien und eigene Anstrengungen erretten (Eph. 2,8-9). Er braucht die neue Geburt aus Gott (Joh. 3,3; 2.Kor. 5,17).

 

6. DAS HEIL ist eine vollkommene, ewige Erlösung durch die Gnade Gottes. Es wird nicht auf sakramentalem Weg, sondern als freies Geschenk durch ernsthafte Buße und Glauben an den Herrn Jesus Christus und sein vollendetes Werk am Kreuz auf Golgatha empfangen (Röm. 3,24.28; Tit. 3,5-7).
Die Bibel sagt, dass der Herr seine Kinder durch den Glauben zur Rettung bewahrt (1.Petr. 1,3-5), aber sie warnt auch vor Selbstsicherheit (1.Kor. 10,11-12; Hebr. 2,1).

 

7. DIE GEMEINDE JESU CHRISTI besteht aus allen wahren Gläubigen (1.Kor. 12,13) von Pfingsten (Apg. 2) bis zur Entrückung (1.Thess. 4,13-17). Sie ist der Leib Christi (Eph. 1,22-23; 5,25-32). Die Glieder der universalen Gemeinde versammeln sich in örtlichen Gemeinden zur Anbetung, zur Erbauung der Gläubigen und zur weltweiten Verkündigung des Evangeliums (Apg. 2,42; 1.Thess. 1,8).
Jede örtlich versammelte Gemeinde untersteht direkt allein Christus als dem Haupt der Gemeinde (Kol. 1,18), kann und soll aber mit anderen bibeltreuen Gemeinden Gemeinschaft pflegen und zusammenarbeiten (2.Kor. 8,1-5; Kol. 4,16).

 

8. DAS CHRISTLICHE LEBEN ist ein Leben in der Nachfolge Jesu. Diese Nachfolge ist nur in Verbindung mit Jesus Christus möglich (Joh. 15,1-8). Die geistliche Verbindung des Gläubigen mit Christus wird an der Frucht des Geistes (Gal. 5,22) und insbesondere an der Liebe zu Gott und seinem Wort, zum Bruder und darüber hinaus zu allen Menschen sichtbar (1.Kor. 13; 2.Petr. 1,5-7). Der Staatsgewalt sind wir untertan (Röm. 13,1-7) sofern dadurch die Gebote Gottes nicht verletzt werden (Apg. 5,29).

 

9. TAUFE UND ABENDMAHL sind Verordnungen des Herrn Jesus mit symbolischem Charakter. Wir glauben, dass zur Zeit des Neuen Testaments nur Menschen getauft wurden, die vom falschen Weg umgekehrt waren (Apg. 2,38; 9,18-19), denen der Herr das Herz geöffnet hatte (Apg. 16,3-11; 16,14-15) und die wirklich gläubig geworden waren (Apg. 8,12.37; 18,8).
Solche Menschen werden durch Untertauchen auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft (Mt. 28,19).
Die biblische Taufe ist die äußerliche Darstellung der innerlichen Realität im Herzen des Erretteten. Durch seinen Gehorsamsschritt bekennt er sich zum Glauben an seinen gekreuzigten, begrabenen und auferstandenen Erlöser (Röm. 6,3-11).
Das Mahl des Herrn wirkt keine Vergebung der Sünden, sondern stärkt die Kinder Gottes durch das Gedenken an die wunderbare Liebe Gottes und an den aufopfernden Gehorsam Jesu Christi (1.Kor. 11,23-26). Es ist Gottes Wille, dass am Mahl nur Wiedergeborene teilnehmen. Eine Selbstprüfung sollte in jedem Fall vorausgehen (1.Kor. 11,27-32).

 

10. SATAN existiert als Person und ist der große Gegenspieler Gottes und aller Gläubigen (Joh. 8,44; Offb. 12,1-12). Er befehligt ein Heer von Dämonen (Eph. 6,11-12). Durch den Tod und die Auferstehung Christi sind diese Mächte der Finsternis bereits besiegt und sehen ihrem endgültigen Untergang entgegen (Offb. 20,10).

 

11. DIE WIEDERKUNFT JESU CHRISTI ist eine jederzeit mögliche Tatsache (Mt. 24,42-44; 1. Thess. 5,1-2). Zuerst wird er kommen, um die Gemeinde zu entrücken (1. Thess. 4,15-17). Danach wird er die Völker richten (Mt. 25,31-46) und auf der Erde das tausendjährige Reich aufrichten (Offb. 20,1-6).

 

12. DAS ZUKÜNFTIGE LEBEN bedeutet die bewusste Existenz der Toten (Luk. 16,19-31), die Auferstehung des Leibes (Joh. 5,28-29), das Gericht und die Belohnung der Gläubigen (2.Kor. 5,10), das Gericht und die ewige Verdammnis der Ungläubigen (Offb. 20,11-15), das ewige Leben der Geretteten (Joh. 3,16) und die ewige Strafe der Verlorenen (Mt. 25,46; 2.Thess. 1,8-9). Gott wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, und alle Gerechten werden frei von Sünde zur Ehre Gottes leben (Offb. 21-22).

 

Gott helfe uns, dass wir IHM durch Glauben und Wandel Ehre bereiten! (1.Thess. 2,11-12)